Arbeitshilfe
von Alexandra Schramm, Medienbüro Medizin, Hamburg
Tablet-PCs wie das iPad sind momentan stark im Trend. In vielen Branchen, auch im medizinischen Bereich, werden sie bereits eingesetzt. In der Arztpraxis können sie den Praxisalltag erleichtern, die IGeL-Beratung unterstützen und ein Service-Medium für Patienten darstellen. Tablet-PCs lassen sich bequem unter den Arm klemmen, sind mobil und vielseitig einsetzbar.  
Röntgenbilder auf dem iPad
Tablet-PCs sind kompakt und lassen sich überall mit hinnehmen. Außerdem verfügen sie über eine Schnittstelle, die sie mit dem Praxisnetzwerk verbinden können. Das bedeutet, dass Ärzte und MTRA mit einem Tablet Informationen aus dem Netzwerk von allen Praxisräumen aus abrufen können. So können Sie zum Beispiel Röntgenbilder, die Sie digital aufgenommen haben, in das Praxisnetzwerk speisen und im Besprechungszimmer sofort auf dem iPad für die Analyse und das Gespräch verfügbar machen. Das Umhertragen der Aufnahmen entfällt – das spart Papier und Zeit!  
Visuelle Erklärungshilfe
Menschen verstehen komplexe Inhalte besser, wenn sie sie mit allen Sinnen begreifen. Deswegen nutzen Referenten bei Vorträgen vor Publikum visuelle Hilfsmittel, wie zum Beispiel Power-Point-Präsentationen. Diesen Effekt können sich MTRA mit dem iPad in Patientengesprächen zunutze machen: Sie erklären komplizierte Untersuchungen mithilfe des Tablets. Hier können Sie optisch demonstrieren, wie zum Beispiel bestimmte Diagnostikverfahren verlaufen. Bei Arthrose-Patienten beispielsweise können MTRA anhand einer ­Illustration zeigen, wie das Knie aufgebaut ist. So sehen die Patienten, woher die Schmerzen kommen und was passiert, wenn sie ihr Knie falsch belasten.  
 
Auch wenn MTRA IGe-Leistungen anbieten und die Patienten informieren, können sie Tablets als Visualisierungshilfe nutzen, so zum Beispiel bei der Erklärung der virtuellen Kolonographie Dies wirkt nicht nur sehr professionell, sondern fesselt auch die Aufmerksamkeit der Patienten. Denn eine Präsentation mit einem neuen technischen Gerät ist für sie spannender als herkömmliche Papier-Broschüren.  
Das iPad im Wartezimmer
Auch bei der besten Praxisorganisation lassen sich Wartezeiten nicht immer verhindern. Zeitschriften aus dem Lesezirkel etwa sind jedoch oft nicht aktuell. Tablets bieten hier die Möglichkeit, aktuelle Versionen von Zeitschriften und auch Tageszeitungen für die Patienten bereitzuhalten. Sie können sie einfach aus dem Internet herunterladen. Wenn Ihre Praxis bei den Patienten besonders punkten möchte, bereiten Sie Informationen zum Thema Medizin vor, die die Patienten dann interaktiv auswählen können.  
 
Praxishinweis: Nutzen Sie das iPad im Wartezimmer auch für Ihre Imagewerbung. Spielen Sie einen kurzen Imagefilm auf das Gerät, der das Praxis­angebot, den Arzt und das Praxisteam vorstellt.  
Empfehlungsmarketing unterstützen
Um das Empfehlungsmarketing zu unterstützen, können MTRA zufriedene Patienten darauf hinweisen, die Praxis in den Bewertungsportalen positiv zu benoten. Bis die Patienten jedoch erst zu Hause am Computer sitzen, haben sie dies womöglich längst vergessen. Ein iPad mit Internetverbindung, zum Beispiel am Empfangstresen, bietet die Möglichkeit, die Patienten zu animieren, die Praxis gleich an Ort und Stelle zu bewerten. Während sie auf die Vergabe eines neuen Termins warten, können die Patienten auf einem Bewertungsportal, das schon vorher von einer Praxismitarbeiterin aufgerufen wurde, ihre Empfehlung abgeben.  
Vorsicht bei sensiblen Patientendaten
Daten von überall in der Praxis mobil auf Tablets abrufen zu können, hat in vieler Hinsicht Vorteile. Doch wo Computer mit Funkverbindungen wie ­W-LAN oder Bluetooth ausgestattet sind, lauern auch Tücken. Denn es besteht potenziell die Möglichkeit, dass Außenstehende sich in die Systeme einhacken und so unberechtigt an Informationen gelangen können. Zwar gilt das iPad als relativ sicher, da sowohl das Betriebssystem als auch die Applikationen vom Hersteller Apple getestet werden. Dennoch ist, wann immer Patientendaten im Spiel sind, besondere Vorsicht geboten. Es ist daher ratsam, Funkverbindungen nur bei Bedarf zu aktivieren und das iPad mit dem Praxisnetzwerk, aber nicht unbedingt mit dem Internet zu verbinden, wenn es um sensible Daten geht.