CONSERVE-Studie: Kardiales CT bei Angina pectoris vielversprechend

Patienten mit stabilen Brustschmerzen und Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit profitieren unter Umständen davon, wenn einer invasiven Linksherzkatheter-Untersuchung ein kardiales CT vorgeschaltet wird. Dies ergab eine randomisierte, kontrollierte Multicenter-Studie (CONSERVE), die auf dem Europäischen Kardiologenkongress in Rom vorgestellt wurde.

Studiendesign und Vorgehen 

In die Studie wurden 1.530 Patienten eingeschlossen, die eine Indikation für eine diagnostische Linksherzkatheter-Untersuchung hatten. Sie erhielten

  • entweder direkt eine Katheteruntersuchung oder
  • zunächst ein Herz-CT mit anschließender Katheteruntersuchung nur dann, wenn das kardiale CT entsprechende Hinweise ergeben hatte.

Ergebnis: Sicher und kosteneffizient 

Nach einem Jahr wurde die Rate an Herzinfarkten, instabiler Angina pectoris, dringenden Revaskularisierungen, Schlaganfällen, Hospitalisierungen oder Tod aufgrund einer kardiovaskulären Ursache (MACE) analysiert:

  • In beiden Gruppen betrug die Rate der MACE-Ereignisse 4,6 Prozent.
  • Allerdings konnte mithilfe des vorgeschalteten kardialen CT die Zahl der invasiven Linksherzkatheter-Untersuchungen um 78 Prozent reduziert werden.
  • Auch die Kosten konnten mit diesem Vorgehen signifikant gesenkt werden.

Ob sich eine solche Kostenreduktion allerdings auf das deutsche Gesundheitssystem übertragen lässt, bleibt fraglich.

Weiterführender Hinweis

  • CONSERVE-Studie: Koronar-CT kann vielen Brustschmerz-Patienten die invasive Katheter-Abklärung ersparen. Medscape. 01. Sep 2016; online unter http://tinyurl.com/j9mquwh