Die Lagerung der Schulter im MRT

von Nicole von Lepel, freiberufliche MTRA, München, www.mtra-mr.de 

In den letzten Ausgaben von „Praxisteam aktiv“ wurde erläutert, was bei der MRT-Untersuchung des Schädels sowie der Wirbelsäule zu beachten ist. In dieser Ausgabe folgt die Schulter. Gerade bei den Gelenken ist die Patientenlagerung extrem wichtig, was insbesondere bei sehr großen und muskulösen Patienten manchmal auch etwas schwierig ist. Auch hier werden Lagerungs- und Fixierhilfen verwendet und der Patient wird so bequem wie möglich in Rückenlage positioniert.

Vorbereitung des Patienten 

  • Der Patient soll sämtliche Metallteile entfernen (Zahnersatz, Schmuck, Piercing, Hörgeräte, Haarklammern). Denken Sie bei Frauen an den BH (sofern er Metallteile enthält).
  • Achtung: Bei Patienten mit Splitterverletzungen sollte Rücksprache mit dem Radiologen gehalten werden.
  • In einem Aufklärungsgespräch wird insbesondere auf die Vermeidung von Bewegungsartefakten hingewiesen.
  • Je nach Fragestellung (zum Beispiel Tumor, entzündliche Veränderungen, Zustand nach OP) sollte eine Braunüle gelegt werden.

Lagerung und Fixierung 

  • Der Patient liegt in Rückenlage mit dem Kopf voran. Der Kopf sollte bequem in einer Kopfschale liegen.
  • Die Schulter ist mit einer Schulter-Spule (Oberflächenspule, Flexspule) fixiert.
  • Der Arm sollte in Supinations- oder Neutralstellung gelagert werden.
  • Die Beine werden unterpolstert und die Gegenseite leicht angehoben. So ist es möglich, die zu untersuchende Schulter etwas mehr in die Gantrymitte zu lagern.
  • Der Patient erhält einen Gehörschutz (Kopfhörer und/oder Ohrstöpsel) und die Notfallklingel in die Hand der nicht zu untersuchenden Seite.
  • Arme und Beine des Patienten dürfen nicht überkreuzt werden.

Zentrierung 

  • Der Patient wird bis zum Laser in das Gerät hineingefahren.
  • Die Zentrierung mit dem Laser erfolgt auf die Spulenmitte bzw. Objektmitte.
  • Der Laser wird ausgeschaltet und der Tisch ins Isozentrum hineingefahren.

 Patientin ist bereit zum Scannen. Sie wird zentriert und in das Isozentrum gefahren. 

Tipps und Tricks 

  • Die nicht zu untersuchende Seite sollte leicht angehoben und gepolstert werden.
  • Die zu untersuchende Schulter sollte möglichst weit im Isozentrum (Gantrymitte) liegen. Das Magnetfeld ist dort am homogensten, was für die Bildqualität ausschlaggebend ist. Dies gilt besonders für die fettunterdrückten Sequenzen.
  • Wenn der Patient sehr groß oder kräftig ist, muss eventuell eine größere Spule gewählt werden.
  • Die Flexspulen sollten seitlich mit Sandsäcken fixiert werden.
  • Gurte am Unterarm halten die Hand zusätzlich in Supinationsstellung.