Häufig Zufallsbefunde bei Herz-CT

Das kardiale CT gewinnt zur Abklärung von Koronarkalk an Bedeutung. Kanadische Forscher haben jetzt in einer Studie nachgewiesen, dass diese diagnostische Untersuchung häufig Zufallsbefunde außerhalb des Herzens ergibt. Bei 401 von 966 (40,5 Prozent) innerhalb eines Jahres Untersuchten ergaben sich solche Zufallsbefunde, von denen allerdings nur zwölf als klinisch relevant eingestuft wurden, darunter fünf Thromben, eine nicht vermutete Aortendissektion und ein rupturiertes Brustimplantat. Von 68 Zufallsbefunden mit unklarer Relevanz, darunter 45 Lungenknoten, erwies sich keiner im Beobachtungszeitraum von im Mittel 18 Monaten als klinisch relevant. Die Zahl der Todesfälle aufgrund von Krebs oder nicht-kardialen Ursachen unterschied sich nicht bei Patienten mit und ohne nicht-kardialem Zufallsbefund. 164 zusätzliche diagnostische Tests bei den 80 Patienten mit Zufallsbefund haben hohe Kosten verursacht, so die Autoren, aber selten zu Diagnosen geführt.

Quelle: MacHaalany J et al.: Potential Clinical and Economic Consequences of Noncardiac Incidental Findings on Cardiac Computed Tomography. Journal of the American College of Cardiology 2009; 54: 1533-1541