KBV-Serviceheft „Bildqualität in der Mammografie“

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat das kostenlose Serviceheft „Bildqualität in der Mammografie“ veröffentlicht. Dieses informiert Radiologen und MTRAs auf 32 Seiten über die Ursachen von Bildmängeln bei der Mammografie. Grundlage sind 63.000 Mammografie-Aufnahmen von 16.000 Patientinnen aus der Routinediagnostik.

Etwa jede achte Aufnahme mangelhaft

Der Großteil der zugrunde liegenden Aufnahmen (88 Prozent) wurde regelgerecht erstellt. Etwa 12 Prozent wiesen geringe, weniger als ein Prozent schwerwiegende Mängel auf. Die Mängel werden im Serviceheft einheitlich nach folgendem Schema dargestellt:

  • Was bedeutet dieser Mangel?
  • Wie wirkt er sich auf die diagnostische Bildqualität aus?
  • Wie oft tritt dieser Mangel in der Bildqualität auf?
  • Wie lässt er sich vermeiden?

Es wird jeweils eine korrekte Aufnahme einer mangelhaften gegenübergestellt, sodass für den Leser die dargestellten Mängel leicht nachzuvollziehen sind.

Am häufigsten beanstandete Fehler

Die am häufigsten auftretenden Beanstandungen waren:

  • fehlende oder unklare Darstellung der inframammären Falte bei Medio-lateral-oblique-Aufnahmen,
  • inadäquate oder unvollständige Darstellung des M. pectoralis bei Medio-lateral-oblique-Aufnahmen und
  • inadäquate oder unvollständige Darstellung der Mamille und Brust sowohl bei Cranio-caudal-Aufnahmen als auch bei Medio-lateral-oblique-Aufnahmen.

Probleme bei der Präzision der Darstellung tauchten seltener und unabhängig von der Projektionsebene auf. Die KBV betont, dass die Broschüre Fortbildungen und Schulungen nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen will.

Weiterführende Hinweise

  • Gedruckte Exemplare des Servicehefts können Sie kostenfrei bestellen per E-Mail an versand@kbv.de.