Selbstkompression der Brust ohne Nachteil

Viele Frauen empfinden eine Mammografie aufgrund der starken Kompression der Brust als unangenehm oder sogar schmerzhaft. Französische Wissenschaftler konnten nun zeigen, dass Frauen über weniger Schmerzen klagen, wenn sie die Kompression der Brust während der Untersuchung selbst übernehmen. Dafür schlossen sie 549 Frauen in die Studie ein, die entweder wie herkömmlich untersucht wurden oder die ihre Brust nach Anleitung durch eine MTRA bzw. MFA selbst komprimierten. Es wurden vier Aufnahmen angefertigt.

Ergebnisse

In beiden Gruppen wurde in etwa die gleiche Brustkompression erreicht. Bei der Selbstkompression war sie mit 0,17 mm Unterschied sogar niedriger (p<0,5) bei gleichzeitig höherer Kompressionskraft. Trotz der höheren Kompressionskraft schnitt das Schmerzempfinden bei der Selbstkompression jedoch besser ab. Die Frauen gaben auf der visuellen Analogskala einen Wert von 2 (von 10) an. Wurde die Kompression der Brüste von der MTRA/MFA durchgeführt, lag dieser Wert bei 3 (von 10) (p=0,009). Keine Unterschiede wurden bezüglich der Bildqualität sowie der Anzahl zusätzlicher Aufnahmen beobachtet.

Fazit

Nach Ansicht der Studienautoren spricht nichts dagegen, die Kompression der Brust bei der Mammografie nach Anleitung von den Frauen selbst durchführen zu lassen, solange sie dieses selbst möchten.

Weiterführender Hinweis

  • Henrot P. et al.: Self-compression technique vs Standdard Compression in Mammography. A Randomized Clinical Trial. JAMA Intern Med, online Feb 4, 2019, Abstract online unter www.iww.de/s2500