Spirale ist sicher

Immer wieder taucht bei Patientinnen die Frage auf, ob eine MRT-Untersuchung trotz einer eingesetzten Spirale stattfinden darf. In der Tat sind im 3 T-MRT Wechselwirkungen der Spirale mit dem Magnet- oder Hochfrequenzfeld in Form von Lageveränderungen oder einer starken Erwärmung denkbar. Das Implantat kann außerdem Artefakte verursachen, die die Befundung der Bilder erschweren.

Sieben kupferhaltige Spiralen untersucht

Wissenschaftler des Instituts für Computerunterstützte Klinische Medizin an der Medizinischen Fakultät Mannheim sind nun der Frage nachgegangen, ob für Frauen mit einer kupferhaltigen implantierten Spirale ein gesundheitliches Risiko besteht, wenn sie sich einer MRT- oder CT-Untersuchung unterziehen. In der Studie untersuchten sie sieben verschiedene kupferhaltige Spiral-Typen an einem speziellen gewebeähnlichen Phantom an zwei klinisch relevanten Positionen.

Risiko ist zu vernachlässigen

Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass bei der MRT-Untersuchung kein signifikantes Risiko für die Patientinnen bestehen, die Untersuchungen also sowohl bei Feldstärken von 1,5 T als auch von 3 T sicher sind. Die Temperatur stieg um weniger als 0,6 Kelvin für alle Spiralen an. Es wurde weder eine Verbiegung noch eine Verschiebung der Spiralen beobachtet. Allerdings war die Qualität der Bildgebung in der Umgebung der Implantate vor allem bei der CT-Untersuchung beeinträchtigt, was bei der Diagnose entsprechend berücksichtigt werden sollte.

Weiterführender Hinweis

  • Neumann W. et al.: Risk assessment of copper-containing Contraceptives: the impact for women with implanted intrauterine devices during clinical MRI and CT examinations Eur Radiol 2018, Abstract online unter www.iww.de/s2499